15 August 2008

Einfach mal so...

How many days Bangladesh? 49

Bisher habe ich mich ja nur zu Wort gemeldet, wenn ich unterwegs war und viele Erlebnisse gemacht habe. Heute ist dies anders, ich bin dieses Wochenende in Dhaka und werde einfach mal ein wenig faul sein.
Ich bin nun fast sieben Wochen in Bangladesch und es kommt mir schon viel länger vor. Mittlerweile habe ich gelernt mich in der Stadt vernünftig zu bewegen, nicht mehr auf der Suche nach dem Rikschafahrer meiner Wahl sofort als "Neuling" enttarnt zu werden und einfach mit der Masse mitzuschwimmen. Wahrscheinlich muss ich mich in Deutschland erst einmal wieder daran gewöhnen nicht mehr zwischen unzähligen Rikschas, CNGs und Autos durch zu huschen. So langsam kehrt also eine Art Normalität in mein Leben hier ein und das finde ich auch gar nicht schlecht. Es macht das Leben einfacher, wenn einem nicht mehr jede Begegenung neu und unbekannt vorkommt.
An das Essen hier kann ich mich wirklich gewöhnen, doch wäre mir die Ergänzung mit einigen vertrauten Speisen ab und an lieb. Es scheitert im Supermarkt nicht an den Produkten, kaufen kann man hier schließlich fast alles. Nur sind die importierten Nahrungsmittel zum Teil halt sehr teuer. In schwachen Augenblicken gönnt man sich dann schon einmal ein kleines Glas Nutella für 4 Euro oder ein kleines Stück Käse für 5 Euro. Im Verhältnis zu den Preisen anderer Lebensmittel ist das natürlich purer Wucher.
Was mir hier allerdings wirklich fehlt ist das Privatleben, wie ich es sonst gewöhnt bin. Gemütlich in Cafés sitzen, mit Freunden am Abend ein Bier trinken gehen, das sind leider Dinge, die hier nicht ohne Weiteres zu realisieren sind. Zum Einen sind die Art von Cafés so nicht zu finden, denn der Großteil des privaten Lebens der Bangladeschis spielt sich in ihren vier Wänden ab. zum Anderen ist es kaum möglich nach dem Feierabend in einen anderen Stadteil zu fahren, um dort andere Leute zu treffen. Die elenden Verkehrsstaus machen das Fortbewegen einfach unerträglich, da selbst für verhältnismäßig kurze Wege enorm viel Zeit drauf geht.
Die netten Kontakte zu meinen Kollegen, die wirklich sehr aufmerksam sind und mit denen ich immer viel Spaß habe, machen die Zeit hier aber zu einem ganz tollen Erlebnis.
Von daher freue ich mich wirklich hier zu sein, genauso freue ich mich aber auch darauf in Berlin mal wieder selber Fahrrad zu fahren und am Abend in einer Kneipe Fußball zu schauen und ein Bierchen zu trinken...

So viel für heute von mir. Bis bald


Kommentare:

Frau Schmitz hat gesagt…

Hallo Jan,
du weißt sicher,dass wir uns auch darauf freuen, dich wieder in Berlin zu sehen. Du darfst dir schon einmal eine Pinte aussuchen.

Maximilian hat gesagt…

Hallo Jan,

auch bei uns in der Blumenstadt Papenburg steht immer ein kühles Bier für dich bereit.Wir freuen uns auch auf ein Wiedersehen mit dir und auf deine sicher interessanten Erzählungen. Weiterhin viel Spass und liebe Grüße

Oma und Opa

Meike hat gesagt…

Hallo Jan,

bei uns in der Schwyz kriegst Du zwar kein Bier, aber dafür kostenlos Nutella bis zum Umfallen. Vielleicht gibt Dir der Kleine ja auch noch was von seinem Ovo Brei ab!

Anonym hat gesagt…

Hallo Jan ich finde dein Block echt cool auch wenn du es vor 6 jahren geschrieben hast und ich muss dich da entäuchen klar gehen die auch abends raus und trinken was zusammen und schauen in dem fall zwar kein Fußball aber was anderes. Und das haben die auch vor 6 jahren schon gemacht