13 September 2008

Letztes Wochenende in Dhaka: Stadtour



How many days Bangladesh? 77

Wow, ich schaue am Morgen überrascht in meinen Kalender und merke: Es ist ja bereits der 12. September!!! Mein letzter Freitag hier in Bangladesch, nur noch 3 Tage, bis mich ein Flugzeug bis nach Kolkata bringen wird, wo das Abenteuer Indien auf mich wartet!
Dieses Wochenende ist zugleich Richards letztes Wochenende und so haben wir uns dazu entschlossen noch einmal Dhaka unsicher zu machen.
Am Morgen schlüpfe ich in die Rolle des Touristen (der ich ja eigentlich die ganze Zeit bin) und nehme mir vor, all die Gerüche, Geräusche und Bilder in mich auf zu saugen, um noch einmal das wahre Leben in Bangladesch zu spüren. Im Alltag, der sich auch hier irgendwann eingestellt hat, geht einem dieses spezielle Interesse ja manchmal verloren. Insbesondere wenn man arbeitet…

Das Parlament von Bangladesch

Der Tag fing gleich mit einer typischen Kuriosität hier an. Richard und ich haben uns am Parlament verabredet, da wir beide es bisher nur im Vorbeifahren besichtigt haben. An einer Kreuzung in unmittelbarer Nähe zum Parlament wollten mir 2 kleine Mädchen ein paar Blumen verkaufen. Ich saß in meiner CNG und zeigte kein weiteres Interesse an den Blumen. Nach gefühlten 5 Minuten waren sie dann weg, um ihr Glück bei anderen Autos, CNGs oder Rikschas zu probieren. Auf einmal kamen sie zurück und sagten zu mir „Bondhu, Bondhu“. Strahlend und voller Freude wollten sie mich also auf einen „Freund, Freund“ aufmerksam machen. Ich schaute aus meiner CNG raus und ich sah einen „Bedeschi“ (Ausländer) auf einer Rikscha sitzen. Wie der Zufall (oder auch die Wahrscheinlichkeit) es wollte, war es Richard!!! So konnten wir bereits von dort unseren Trip zum Parlament beginnen, doch erst einmal konnten wir es kaum fassen, wie der Zufall uns an diese Kreuzung geführt hat. An diesem Beispiel zeigt sich wirklich sehr gut, wie selten hier in Dhaka noch „Bedeschis“ sind. Außerhalb von Gulshan (dem Bezirk mit den Botschaften etc.) sind Ausländer wirklich eine Seltenheit. Die Bangladeschis reagieren im allgemeinen aber auf eine sehr nette Art, wenn sie einen Ausländer sehen. Entweder man wird anhaltend angestarrt, oder es werden die üblichen 3 Fragen gestellt. „What is your country?“ oder manchmal auch einfach „Country, Country?” „How are you?“ und natürlich nicht zuletzt „How many days Bangladesh?“. Wie man Bangladesch findet, wird meist mit “What do you think about Bangladesh?” eingeleitet. Auf ein einfaches, ja das Land ist toll und die Leute sind sehr nett, wird stets mit einem “but very poor…” (aber sehr sehr arm) entgegnet…
Also nach unserer kleinen Stippvisite am Parlament haben wir uns auf den Weg zum New Market gemacht. Ich wollte unbedingt noch ein paar Fotos dort schießen, da ich in Deutschland ein paar Fotos von einer Brücke aus gesehen habe. Dieses Foto wollte ich selber noch einmal schießen, halt 2 Jahre später als damals aufgenommen.
Auf dem Weg haben wir noch einen wunderschönen Rikschastau mitgenommen. Einfach unglaublich, es standen mindestens 500 Rikschas kreuz und quer durcheinander um in eine andere Straße ein zu biegen.

Der Rikschastau von einer Brücke fotografiert

Da wir nicht so lange im Stau stehen wollten, haben wir uns entschieden den Rest des Weges zu Fuß zurücl zu legen. Wir überquerten die Fußgängerbrücken und haben uns ins Getümmel in und um den New Market gestürzt. Der New Market ist eine Ansammlung an kleinen Geschäften in denen man alles Mögliche kaufen kann. Geschirr, Toaster, Hemden, Gemälde und so weiter. Ich habe mir noch eine neue Tasche gekauft. Zum Kauf einer Piloten-Sonnenbrille konnte ich mich nicht durchringen, da sie als Spaßkauf doch noch zu teuer war.

Ich auf einer Fußgängerbrücke

Das besagte Bild am New Market

video

Und so hört es sich hier an

Vom New Market aus haben wir dann unsere Dhaka-Tour nach Old Dhaka fortgesetzt. Wir wollten noch in die Bicycle-Street in der Rikschas und Fahrräder verkauft werden. Leider hatten die Rikschaläden alle zu da es Freitag war. Einen Wunsch konnte ich mir aber doch erfüllen: Ich wollte eine dieser Klingeln kaufen, die an jeder Rikscha montiert sind. Letztlich habe ich eine kleiner Klingel gekauft, da ich die große Rikschaklingel an meinem Fahrrad in Deutschland gar nicht befestigen könnte. Der Klang der kleineren Reicht aber auch schon, um sich an Bangladesch und die Geräusche auf den Straßen zu erinnern.
Anschließend haben wir die Hindu-Street gesucht. Eine kleine Straße, in der es Läden mit hinduistischer Kunst und ganz vielen Räucherstäbchen gibt. Für mich war das schon einmal ein Vorgeschmack auf Indien. Mal schauen ob es in Indien selbst auch so intensiv nach abbrennenden Stäbchen riecht wie dort.

Der Choc Bazar direkt am Buriganga River

Es war nun ungefähr 17 Uhr und wir entschieden uns, vor dem traditionellen Ifta-Essen zum Sonnenuntergang im Ramadan noch einen Gewürzmarkt in Old Dhaka zu besuchen. Der Markt stellte sich mehr als Gewürz-, Obst- und Gemüsemarkt heraus, nichts desto trotz haben wir dort sehr viel Spaß gehabt und wir wurden mal wieder von unzählig vielen sehr interessierten Bangladeschis begleitet. An einer Stelle wollten Richard und ich ein Foto vom Fluss machen, da die Sonne gerade über ihm am untergehen war. Nachdem wir dies getan hatten, stand auf einem eine ganze Horde Banglaschis hinter uns und schaute, was wir denn da gerade so machen… Immer wieder lustig, wie neugierig sie sind!

Sonnenuntergang über dem Buriganga River

Interessierte Bangladeschis

Die Sonne ging näherte sich immer mehr dem Horizont. Das bedeutet im Ramadan: Das Fastenbrechen rückt näher. Wir haben zwar nicht den gesamten Tag gefasstet, aber wir haben zu Mittag nur sehr wenig gegessen, damit wir wenigstens ein wenig das Gefühl vom Fastenbrechen mitfühlen können. Wir haben uns ein kleines Lokal ganz in der Nähe das Marktes gesucht und dort gemeinsam mit den wahnsinnig hungrigen und durstigen Muslimen auf den Ruf des Muezzins gewartet!
Der Ifta-Stand vor dem Lokal

Die Tische waren gedeckt und alle Restaurantbesucher warteten nur darauf, endlich einen Schluck von der erfrischenden Saftschorle zu nehmen und die ersten Bissen seit dem Sonnenaufgang zu sich zu nehmen. Es war soweit, der Muezzin ertönte und plötzlich war völlige Stille im Lokal. Die gefüllten Gläser wurden in einem Zug ausgetrunken und das Essen wurde freudig verkostet. Richard und ich taten es den anderen gleich und genossen nicht nur das leckere Essen, sonder vor allen Dingen auch die tolle Atmosphäre!
Wir waren noch gar nicht fertig mit unserem großen Teller, da verließen die ersten Besucher bereits wieder das Restaurant. Der Hunger treibt es bei ihnen wohl ein wenig schneller rein als bei uns. Letztlich saßen Richard und ich als letzte und genossen das erfrischende Wasser.

So sieht ein traditioneller Ifta-Teller aus

Den Abend verbrachten wir dann bei Richard im Guesthouse und spielten mit zwei anderen Bewohnern Pokern. Leider war ich nicht so erfolgreich, so verlor ich 150 Taka in 3 Pokerrunden. Um kurz nach 12 Uhr habe ich mich dann auf den Weg zurück nach Gulshan gemacht. Kurioserweise kamen um diese Uhrzeit kaum noch CNGs an der ansonsten so belebten Mirpur Road vorbei. Ich stand direkt an einer Kreuzung, doch leider waren die wenigen CNGs die vorbei fuhren bereits belegt. Ein Polizist, der an der Kreuzung seinen Nachtdienst hatte, unterstütze mich bei meiner Suche. Als letztlich eine freie CNG kam, notierte er sich sogar die Lizenznummer des CNG-Fahrers, damit ich auch heile nach Hause komme…. Komisch aber wahr!

An diesem Tag habe ich Dhaka noch einmal so richtig genossen, es war toll all die Plätze noch einmal zu sehen. Auch die Erlebnisse mit den tollen, interessierten und neugierigen Bürgern dieser Stadt werde ich vermissen. Wo sonst wird man so oft nach seinem Wohlbefinden gefragt? Vielleicht binde ich ab jetzt einfach jedem auf die Nase, das es mir gerade wunderbar geht…
Jetzt sind es noch eineinhalb Tage hier und ich werde diese Stadt, die Leute, meine Kollegen, das leckere Essen aber auch das Chaos und den Lärm irgendwie vermissen. Hoffentlich komme ich noch einmal an diesen Ort zurück, denn ich würde gerne sehen, wie er in 5 oder in 10 Jahren aussieht. Dazu fällt mir noch ein Zitat während unseres Old Dhaka Trips ein:

Bangladeschi: “Where do you go tonight?”
Jan: “You never know…” und fast hätte mich just in diesem Augenblick eine Rikscha im Höllentempo über den Haufen gefahren…
Hier weiß man halt nie was passiert, und das ist manchmal auch ganz toll!

07 September 2008

Time is running...

How many days Bangladesh? 71

So, da bin ich mal wieder und was soll ich sagen? Die Zeit läuft gerad einfach so und ich merke es gar nicht. Auf einmal soll in 8 Tagen hier schon alles vorbei sein??? Komische Vorstellung, dabei gibt es doch noch einiges zu tun.
Nichts desto trotz freue ich mich auch sehr auf das, was mich nun erwartet. Ich werde mich nach einem Flug nach Kolkata und einer 32-stündigen Zugfahrt bis nach Mumbai nämlich dort mit 2 Freunden treffen, die dort selbst ein Praktikum machen. Und es kommt noch besser: Meine Freundin kommt sogar von Deutschland nach Mumbai und wir werden gemeinsam 3 1/2 Wochen Indien unsicher machen :-)

Insofern ist es einerseits komisch hier weg zu gehen, andererseits freue ich mich natürlich auf die nächste spannende Erfahrung! Zu Beginn werden wir uns wohl von Mumbai aus auf den Weg nach Goa machen, um dort erst einmal richtig schön am Strand zu entspannen. Ich freue mich wirklich sehr darauf, mal wieder außerhalb einer Stadt zu sein.

Also, das nächste Mal melde ich mich dann vielleicht schon aus Indien, vielleicht kommen aber auch am Wochenende noch ein paar Bilder aus Dhaka dazu , da ich noch einmal eine Tourioffensive hier starten werde. Brauche ja noch ein paar Bilder von der Stadt ;-)

Bis bald...

25 August 2008

Bus, Bus, Strand, Bus, Bett

How many days Bangladesh? 56


Foto des Wochenendes: Sonnenuntergang in Cox's Bazar

Wow, was für ein Wochenende. Es war lange geplant, die Pläne wurden häufig umgeworfen und am Ende kam doch wieder alles anders als gedacht.

Am Besten fange ich einmal von vorne an. Da an diesem Wochenende der Sonntag ein Feiertag war, habe ich ursprünglich geplant mit 2 Kollegen von der Arbeit gemeinsam an den berühmtesten Strand Bangladeschs zu fahren. Nach Cox’s Bazar.

Leider musste der eine Kollege zu Beginn der Woche absagen, da sich kurzfristig Familienbesuch angekündigt hatte. Hassan, mein anderer Kollege, und mussten mit dem Ticketkauf aber noch ein paar Tage warten, da die Firma Besuch aus Hongkong hatte und nicht klar war, ob wir übers Wochenende wegfahren konnten. Letztlich bekamen wir am Donnerstag das OK und so haben wir umgehend versucht einen Nachtbus am Donnerstagabend nach Cox’s Bazar zu bekommen. Da viele Bangladeschis das lange Wochenende für einen Trip ans Meer nutzen wollten, haben wir leider keinen Platz mehr bekommen.

Für Hassan kam eine Tour nur von Freitag früh bis Samstagabend nicht in Frage, von daher musste ich, wenn ich Cox’s Bazar noch sehen wollte, am kommenden Morgen aufbrechen. Anna aus den Niederlanden hat mich am Donnerstag noch angerufen und gemeint, sie würde am Freitag früh mit dem Zug dorthin aufbrechen. Richard seinerseits hatte keine Zeit, da er am Sonntag arbeiten sollte. Ich ließ mich letztlich darauf ein, und sagte Anna zu den Zug am Freitagmorgen um 07:40 Uhr nach Chittagong zu nehmen. Von dort aus würde uns dann ein Bus innerhalb von 4 Stunden ans Meer bringen. Als ich am morgen mit leichter Verspätung dann aufgestanden bin, habe ich plötzlich um 06:40 einen Anruf von Richard erhalten. Er, Leo und Laura kommen also spontan auch mit!

Also treffen wir uns noch gerade rechtzeitig am Bahnhof, doch dann erreicht uns die nächste Hiobsbotschaft. Es gibt nur noch 2 freie Tickets im gesamten Zug!!! Unser Enthusiasmus war aber nicht zu brechen und so entschieden wir uns mit dem Bus zu fahren.

Nun mache ich es kurz, wir haben einen Bus bekommen, der Fahrer ist schlimmer gefahren als ich es mir zu träumen gewagt habe und gute 12 Stunden später waren wir tatsächlich in Cox’s Bazar und konnten nur wegen der Dunkelheit das Meer noch nicht sehen.


Der Strand von Cox's Bazar

Am kommenden Morgen sind wir dann früh aufgestanden und haben uns erst einmal die Rückfahrttickets für Abend organisiert. Mit der Gewissheit einen Platz in einem Bus zu haben, lässt es sich schließlich viel leichter am Strand relaxen.

Nichts leichter als das, und mit leichter Schadenfreude haben sich Richard und ich dann auf an den Strand gemacht, da wir im Gegensatz zu den Damen ganz normal Badeshorts tragen konnten. Angekommen am Strand konnten wir unser Glück kaum fassen. Der Sand glühte, der Himmel blieb blau und es waren nur wenige Leute zu sehen. In den Berichte war immer von überfüllten Stränden die Rede, doch nichts dergleichen konnten wir feststellen.

Weitsichtig wie wir waren, haben wir uns also im Wald oberhalb des Strandes als Liegeplatz gewählt, denn in der Sonne hätten wir es keine 30 Minuten ausgehalten. Dann lockte uns natürlich unverzüglich das Wasser. Was soll ich sagen, es war wärmer als meine Dusche in Dhaka und augenscheinlich auch ziemlich sauber. In diesen Augenblicken waren alle Strapazen der Anreise vergessen und ich konnte einfach wunderbar relaxen.

Ich bin gestrandet...

Nach mehreren Stunden faulenzen musste ich trotz Schatten und Sonnencreme dennoch einen dicken Sonnenbrand feststellen. Nun stellte sich der Vorteil „oben Ohne“ sich bewegen zu dürfen auf einmal als Nachteil heraus. Richard und ich warne krebsrot und der heftige Sonnenbrand war auch nicht mehr wegzureden…

Nach einer erfrischenden Dusche haben wir uns dann aufgemacht, den Sonnenuntergang und das Abendbrot in einem Cafe am Strand zu genießen. Auch wenn die Wolken den unteren Teil des Horizonts leider verdeckt haben, so konnten wir doch einen eindrucksvollen Sonnenuntergang genießen.


Sonnenuntergang vom Restaurant "Angel Drop"

Um 21 Uhr mussten wir nach einem entspannten Strandtag dann den Heimweg antreten. Und was wirklich nicht zu ahnen war. Der Fahrer auf der Hinfahrt war noch nicht der wahre Rennfahrer. Auf der Rückfahrt habe ich es erlebt: Ein Reisebus kann tatsächlich einen Krankenwagen im Einsatz überholen! Ich war dabei! Zurück in Dhaka habe ich drei Kreuze gemacht die Busfahrten überlebt zu haben. Den verpassten Schlaf in der unruhigen Nacht habe ich dann erst einmal ausgiebig in meinem gemütlichen Bett nachgeholt…

Der Sonnenuntergang, ich konnte mich einfach nicht satt sehen


15 August 2008

Einfach mal so...

How many days Bangladesh? 49

Bisher habe ich mich ja nur zu Wort gemeldet, wenn ich unterwegs war und viele Erlebnisse gemacht habe. Heute ist dies anders, ich bin dieses Wochenende in Dhaka und werde einfach mal ein wenig faul sein.
Ich bin nun fast sieben Wochen in Bangladesch und es kommt mir schon viel länger vor. Mittlerweile habe ich gelernt mich in der Stadt vernünftig zu bewegen, nicht mehr auf der Suche nach dem Rikschafahrer meiner Wahl sofort als "Neuling" enttarnt zu werden und einfach mit der Masse mitzuschwimmen. Wahrscheinlich muss ich mich in Deutschland erst einmal wieder daran gewöhnen nicht mehr zwischen unzähligen Rikschas, CNGs und Autos durch zu huschen. So langsam kehrt also eine Art Normalität in mein Leben hier ein und das finde ich auch gar nicht schlecht. Es macht das Leben einfacher, wenn einem nicht mehr jede Begegenung neu und unbekannt vorkommt.
An das Essen hier kann ich mich wirklich gewöhnen, doch wäre mir die Ergänzung mit einigen vertrauten Speisen ab und an lieb. Es scheitert im Supermarkt nicht an den Produkten, kaufen kann man hier schließlich fast alles. Nur sind die importierten Nahrungsmittel zum Teil halt sehr teuer. In schwachen Augenblicken gönnt man sich dann schon einmal ein kleines Glas Nutella für 4 Euro oder ein kleines Stück Käse für 5 Euro. Im Verhältnis zu den Preisen anderer Lebensmittel ist das natürlich purer Wucher.
Was mir hier allerdings wirklich fehlt ist das Privatleben, wie ich es sonst gewöhnt bin. Gemütlich in Cafés sitzen, mit Freunden am Abend ein Bier trinken gehen, das sind leider Dinge, die hier nicht ohne Weiteres zu realisieren sind. Zum Einen sind die Art von Cafés so nicht zu finden, denn der Großteil des privaten Lebens der Bangladeschis spielt sich in ihren vier Wänden ab. zum Anderen ist es kaum möglich nach dem Feierabend in einen anderen Stadteil zu fahren, um dort andere Leute zu treffen. Die elenden Verkehrsstaus machen das Fortbewegen einfach unerträglich, da selbst für verhältnismäßig kurze Wege enorm viel Zeit drauf geht.
Die netten Kontakte zu meinen Kollegen, die wirklich sehr aufmerksam sind und mit denen ich immer viel Spaß habe, machen die Zeit hier aber zu einem ganz tollen Erlebnis.
Von daher freue ich mich wirklich hier zu sein, genauso freue ich mich aber auch darauf in Berlin mal wieder selber Fahrrad zu fahren und am Abend in einer Kneipe Fußball zu schauen und ein Bierchen zu trinken...

So viel für heute von mir. Bis bald


11 August 2008

Einmal Khulna und zurück…

How many days Bangladesh? 43


Das Foto des Wochenendes!

Eigentlich hatte ich geplant dieses Wochenende ganz entspannt in Dhaka zu verbringen, mir ein wenig die Stadt anzuschauen oder einmal ins Museum zu gehen. Doch dann kam der Anruf am Mittwochnachmittag: „Jan, ich bin gerad auf dem Weg zurück von Khulna nach Dhaka und werde morgen früh dort ankommen. Hast Du morgen noch einmal Lust hierher zu fahren. Ich habe viele Sehenswürdigkeiten noch nicht angeschaut und möchte hier gerne noch einmal hin!“

So stand ich plötzlich vor der Entscheidung: Ein nettes gemütliches Wochenende zu Hause, oder ein Wochenende mit zwei Nächten in Folge in einem Bus und mit folgerichtig wenig Schlaf…


Ich glaub ich steh im Wald ;-)

Na ja, man kommt ja nicht so oft im Leben nach Bangladesch, außerdem ist es immer gut tuend, dem Großstadtlärm ein wenig zu entfliehen und das Leben auf dem Land zu genießen. So kam ich also dazu, ganz spontan nach Khulna und Bagerhat zu fahren. In Bagerhats Umgebung liegen viele Moscheen in den Dörfern versteckt und es befindet sich hier zudem mit der Shait Gumbad Moschee die größte Moschee des Landes. Zusätzlich gibt es eine wunderschöne Landschaft, dörfliches Leben und einen 20 Meter hohen Hinditempel zu besichtigen.

Richard und ich machten uns also am Donnerstagabend um 23:45 auf mit dem Bus nach Khulna. Am kommenden Morgen ein wenig zerknautscht steigen wir aus dem Bus und ich habe noch immer das regelmäßige Hupen des Busfahrers im Ohr…

Glücklicherweise befindet sich direkt an unserer Ausstiegsstelle ein Hotel, in dem wir uns nach der Nacht im Bus ein wenig frisch machen können. Damit fertig mieten wir uns eine Rikscha und fahren herunter an den Fluss, den wir überqueren müssen, um zum regionalen Bustransfer nach Bagerhat zu kommen.

Das erste Mal in meiner Zeit hier werde ich also einen dieser überfüllten und total verschrammten Busse des öffentlichen Nahtransports besteigen. Richard und ich sind die ersten im Bus, entscheiden uns aber aufgrund der geringen Beinfreiheit dazu nicht nebeneinander zu sitzen. Für zwei Personen unserer Größe sind die Sitzreihen einfach nicht gemacht. Wir wussten ja noch nicht was noch kommen sollte…

Der Bus füllte sich also nach und nach und Richard und ich hatten beide bereits einen Sitzpartner als sich ein Mann im Bus weiter nach hinten kämpfte und mir die Hand schütteln wollte (ich saß eine Reihe vor Richard). Als ich ihm die Hand reiche, fängt er plötzlich an sie auf der Ober- und Unterseite zu küssen. Ehe ich bemerke wir mir geschieht, greift er auch nach meiner linken Hand und küsst diese ebenso auf beiden Seiten… Dasselbe wiederholt sich noch einmal mit Richards Händen. Geschafft dachte ich, jetzt kann ja nicht mehr viel passieren. Aber er hatte es nun darauf abgesehen neben mir zu sitzen. So versuchte er meinen Sitznachbarn zu überzeugen, sich doch auf einem anderen freien Platz zu setzen, damit er neben mir sitzen könne. Nach kurzer Diskussion gab mein Sitznachbar nach und ich hatte den Händeküsser neben mir. Leider war er nicht in der Lage ein paar englische Brocken zu verstehen und zu sprechen, von daher waren seine Konversationsversuche nur von bescheidenem Erfolg. Letztlich schlief er während der Fahrt ein lehnte sich im Schlaf immer wieder gemütlich bei mir an. Bei mehr als 30 Grad gibt es schöneres und so habe ich ihn immer wieder sanft von mir weg geschoben.

Damit nicht genug. Auf der Sitzreihe neben Richard hat sich eine Familie mit zwei kleinen Kindern hingesetzt. Plötzlich vernehmen wir ein leises quieken aus der Sitzreihe und sehen, wie der kleine Junge ein Hühnchen an den Flügeln fest hält. Es ist quasi sein Haustier, denn um es am Abend zu essen ist noch ein wenig an dem kleinen Hühnchen dran.

Na ja, auch das überstehen wir beide ganz routiniert und erreichen schließlich nach einstündiger Erlebnisfahrt Bagerhat.

Den Handküsser können wir dort so gerade abschütteln, er möchte uns anscheinend noch zu sich nach Hause einladen. Aufgrund der mangelnden Möglichkeit zum Austausch von Gedanken entscheiden wir uns aber dafür die Flucht auf eine Rikscha zu ergreifen und zur größten Moschee Bangladeschs zu fahren.

Die Shait Gumbadh Moschee

Von dort aus haben wir eine große Tour zu mehreren in der Umgebung verstreuten Moscheen gemacht und dabei neben den Bauwerken vor allen Dingen einen tollen Einblick in das ländliche Leben in Bangladesch bekommen. Wir sahen einfachste Hütten und man konnte sich vorstellen eine wahre Zeitreise unternommen zu haben. Die Leute hier leben von dem, was die Natur ihnen gibt. Das Holz zum Kochen wird hier noch genauso gesammelt, wie das Gemüse selber angebaut wird.

Ein Dorf in der Umgebung von Bagerhat

Die Hitze an diesem Freitag war unbeschreiblich. Ich bin deshalb, genauso wie viele Bangaldeschis den ganzen Tag mit meinem Regenschirm als Sonnenschirm herumgelaufen. Auf unserem Spaziergang durch eine Stadt sind wir dann an einem Zirkuszelt vorbei gekommen und wenig später standen dann auf einmal zwei Elefanten 5 Meter von uns entfernt. Sie haben Äste von Bananenbäumen zerlegt und hatten wohl ein wenig Auslauf.

Elefanten im Hintergrund und ich schütze mich vor der Sonne

Nachdem wir uns ein Mittagessen in einem mehr oder weniger vertrauenserweckendem Lokal gegönnt haben, und dort eine ganze Weile nach kühler Luft geschnappt haben, konnten wir uns noch einmal aufraffen und haben die nächste Rikscha genommen um zum Hinditempel zu fahren.

Der Hinditempel

Angekommen an diesem abgelegenen Ort fanden wir dort ein paar Kinder vor, die vor dem Tempel Fußball spielten. Nichts leichter als das dachten wir und haben gleich mal ein wenig mit den Kleinen gespielt. Es ist wirklich faszinieren, das selbst an den entlegensten Winkeln dieser Erde die Leute Fußballer wie Michael Ballack kennen… Ob er sich seiner Bekanntheit wohl bewusst ist?

Eine etwas einfachere Rikscha

Nach der kurzen Visite dort machten wir uns wieder auf nach Bagerhat von wo aus wir zurück nach Khulna zurück fuhren. Im Bus saß wieder ein kleiner Junge mit einem Hähnchen aber immerhin kein Händeküsser mehr.

Bevor unserer Nachtbus gen Dhaka startete gönnten wir uns noch ein Abendbrot in einem Lokal, in dem wir einen Teil der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele sehen konnten. Leider haben wir den Augenblick der deutschen Mannschaft und der Mannschaft von Bangladesch verpasst.

Am nächsten morgen erreichten wir gegen 7 Uhr Dhaka ich bin erst einmal in einen langen Schlaf bis um 14 Uhr gefallen. So wurde aus einem zunächst entspannt angedachten Wochenende auf einmal ein ziemlich ereignisreiches.

05 August 2008

Ein Wochenende auf dem Land - Srimangal

How many days in Bangladesh? 38


Highlight des Wochenendtripps: Ich fahre einmal selbst die Rikscha

Am vergangenen Donnerstag machte ich mich mit Richard, einem Praktikanten vom Goetheinstitut in Dhaka auf den Weg nach Srimangal im Nordosten Bangladeschs. Bereits am Morgen waren 2 Freunde von uns vorgefahren und haben das Hotel für uns dort organisiert. Um 22:00 haben Richard und ich dann den Nachtzug von Dhaka nach Srimangal genommen. Doch unseren Zug zu finden, stellte sich leider als ein wenig komplizierter als erwartet heraus. Wir wusste, das wir an Gleis 5 abfahren sollten, doch leider waren die Gleise dann nicht mehr mit arabischen Zahlen beschriftet, sondern mit den bengalischen Zahlen. Da wir ja nicht auf den Kopf gefallen sind, haben wir anhand einer 5 Taka Banknote das richtige Gleis ausgemacht. Dort stand auch ein Zug, und er sah insgesamt so aus, wie man sich eine 2. Klasse hier in Bangladesch vorstellt. Wir wanderten den Zug ab, doch insgesamt wirkte er und das Gleis recht unbelebt. Nach einigem Herumstehen und Hin- und Herwenden des Tickets kam uns dann ein Bangladeschi zu Hilfe, der uns erklärte, dass der Zug heute von einem anderen Gleis aus abfährt (Erinnert doch irgendwie an die DB Werbung...).

Der für Srimangal berühmte Five Colour Tea

Nichts leichter als das. Ab über die Gleise zum anderen Bahnsteig. Doch nun das nächste Problem: Wie den richtigen Waggon finden. Wir waren es Leid und haben uns erst einmal in einen x-beliebigen Waggon gesetzt, in der Hoffnung, dass der Zug nicht so voll wird. Die ersten Meter konnten wir dann auch auf unseren Plätzen so zurücklegen. Es war überraschenderweise sehr komfortabel und wir hatten zudem einen eigenen Ventilator über unserem Kopf. Doch diesen Platz mussten wir leider nach der ersten Kontrolle durch den Schaffner räumen und in einen anderen Waggon wechseln. Auch dieser stellte sich als sehr akzeptabel heraus und wir konnten unsere 5 ½ stündige Zugfahrt beginnen.

Das unfassbare Grün der Reisfelder

Auf der Fahrt passierten wir viele Bahnhöfe, auf denen trotz der Uhrzeit noch immer das Leben tobte. Durchs Fenster konnten Früchte, Säfte und Keckse gekauft werden. Doch wir waren nicht hungrig und wir brauchten unsere Trinkvorräte noch nicht auffüllen.


Srimangal am Tag: Blick vom Dach unseres Hotels

So eine Zugfahrt gibt aber auch einen Einblick in die Schattenseiten des Lebens hier in Bangladesch. Wir sahen erschreckend viele Menschen, die einfach so auf den Bahnsteigen der Ortschaften schliefen und dort ungeschützt und ohne irgendwelches Hab und Gut auf den kommenden Tag warteten. Bei der Fahrt aus Dhaka heraus befanden sich zudem einige Slums, in denen die Leute unter sehr ärmlichen Bedingungen leben. Vor allem während des Monsuns bieten die Wellblechhütten und Zelte kaum Schutz vor den widrigen Wetterbedingungen.

Nach einer recht komfortablen aber schlaflosen Fahrt kamen wir um 03:30 am Bahnhof in Srimangal an. Anna hatte uns bereits die Unterkunft organisiert und in unserem Reiseführer war der Weg beschrieben. Nach kurzem Fußmarsch und einer kurzen Verirrung haben wir unsere Bleibe für die nächsten 3 Tage gefunden und konnten um 4 Uhr endlich schlafen. Zuvor durfte ich zu meinem Glück noch feststellen, dass die Toilette unserer Unterkunft leider keine westliche ist. Wie sollte sie auch, hier verirren sich so gut wie nie Touristen hin… Voller Tatendrang hat Anna bereits für den nächsten Morgen den ersten Programmpunkt um 09:30 Uhr angesetzt. Wir haben uns zu viert ein Auto mit Fahrer gemietet, der uns zu einem Wasserfall 80 km entfernt von Srimangal fahren sollte. Wochenendausflüge sind nicht nicht zum Erholen gedacht war die eindeutige Message von ihr und so kämpften Richard und ich uns nach wenigen Stunden Schlaf aus unserem Bett um ein bangladeschi Frühstück zu uns zu nehmen (Gemüse mit Brot und Dal). Für unseren Geschmack recht deftig, aber für die kommenden drei Tage sahen eigentlich alle unseren Mahlzeiten so aus. Die Variation zwischen Frühstück und Abendbrot sind hier anscheinend nicht so groß. Damit will ich nicht sagen, dass es nicht lecker geschmeckt hat, dennoch war bin ich nach dem Wochenende auch wieder froh, andere Speisen zur Verfügung zu haben.


Ich mit meiner Lieblingsfrucht: Mango

Unsere fast 2-stündige Autofahrt führte uns durch sehr schöne und insbesondere faszinierend grüne Landschaft. Angekommen in Madhabkunda haben wir uns auf dem Weg zum Wasserfall gemacht und gleich den ersten Abstecher einen Berg hinauf gemacht. Von dort aus hatten wir eine tolle Aussicht ins weite, grüne Land.

Der Aufstieg hat sich wahrhaft gelohnt

Der Wasserfall von Madhabkunda

Nach kurzer Rast ging es nun aber endgültig zum Wasserfall, an dem wir eine ganze Menge tobender und planschender Bangladeschis vorfanden. Nach kurzem Abchecken der Lage haben wir uns dann auch dazu hinreißen lassen, uns in den See vor dem Wasserfall zu stürzen. Wir mit unseren weißen Körpern waren natürlich die Sensation und so durften wir für einige Fotos Model stehen. Neben den tobenden Menschen im Wasser gab es auch ein Pferd, das immer wieder durchs Wasser gestapft ist, kurz nachdem wir das Wasser verlassen hatten, erledigte dieses dann auch noch sein Geschäft darin… Ein Glück waren wir bereits raus ;-)

Traditionelle Landwirtschaft

Mitten in der Teeplantage

Am Samstag haben wir uns Fahrräder geliehen und sind durch die berühmten Teeplantagen rund um Srimangal herum gefahren. Das Ziel unserer Tour stellte das Lowacherra Forrest Reserve dar, ein kleiner Regenwald der unter Schutz steht. Auf dem Weg dorthin sind wir bereits mit dem Fahrrad an den Rändern des Regenwaldes entlanggefahren und konnten an einer Stelle beeindruckend lautes Affengeschrei hören, sehen konnten wir sie allerdings nicht. Auf unserer 1 ½ stündigen Wanderung durch den Park konnten wir dann zwar noch kurzzeitig Affen sehen, doch es gelang uns nicht in der Kürze der Zeit Fotos von Ihnen zu schießen.

Das Ende unserer Urwaldwanderung...

Am Abend sind wir dann noch zufälligerweise auf den Markt von Srimangal geschlendert. Als Richard und Anna dann ihre Digicams herausholten waren wir die absoluten Stars des Marktes. Wir wurden von Stand zu Stand geführt und von unseren „Guides“ förmlich auf alle schönen zu fotografierenden Dinge hingewiesen. Die Leute drängelten sich quasi auf die Bilder und jeder versuchte eine kurze Unterhaltung mit uns zu starten. Ein Standbesitzer lud uns sogar zu einem Tee ein und wir machten es uns vor seinem Stand auf einer Bank bequem. Diese Szenerie wurde selbstverständlich aufmerksam von mindestens 30 umherstehenden Bangladeschis aufmerksam begutachtet. :-

Am dritten Tag, dem Tag unserer Abreise haben wir noch einen Abstecher zu den Madabpore Tea Gardens gemacht, da sich auf deren Gelände gleichzeitig ein schöner See befindet. Gegen 17 Uhr hieß es dann aber ab in den Zug, der uns wieder zurück ins völlig andere Dhaka bringen sollte.

See in den Madabpore Tea Gardens

27 Juli 2008

Die Erde bebt und Jan verschläfts

How many days in Bangladesh? 30

Gestern höre ich die Nachrichten über das dritte Erbeben in Japan innerhalb von 2 Monaten und überlege mir, dass ich selbst noch nie ein Erdbeben erlebt habe. Als ob ich eine Vorahnung gehabt hätte, bebte heute Nacht die Erde in Dhaka.
Das Epizentrum lag 238 km nordöstlich von Dhaka und das Beben hatte eine Stärke von 5,6 auf der Richter Skala.

Wie ihr merkt geht es mir gut, mir ging es gestern Nacht sogar so gut, dass ich das gesamte Beben verschlafen habe. Es geschah um 00:52, so ziemlich 30 Minuten nachdem ich eingeschlafen bin. Chance vertan, ich habe also noch immer kein Erbeben in meinem Leben erlebt.


Das Beben muss auf jeden Fall gut in Dhaka zu spüren gewesen sein, immerhin sind mindestens 14 Studenten auf dem Campus vor Schreck aus ihren Häusern gesprungen und haben sich dabei verletzt. Insgesamt scheinen die Schäden und die Anzahl der Verletzten sehr in Grenzen zu halten. In der Printausgabe der Zeitung steht ein kleiner Artikel über die Geschehnisse, online sind allerdings keine weiteren Informationen zu finden.

Also, allet juht jejangen :-)

Liebe Grüße aus Dhaka
Jan

26 Juli 2008

Lecker Brot...


How many days in Bangladesh? 28

Es ist Freitag und ich habe nach einer anstrengenden Arbeitswoche endlich einmal Zeit auszuschlafen. Diese Woche bin ich an drei Tage am Stück in den Industriegürtel von Dhaka gefahren. Dies bedeutete jeden Tag mehr als 3 Stunden im Auto sitzen, Verkehrschaos um mich herum und immer wieder den Wechsel zwischen klimatisiertem Auto und der Hitze draußen.

Der Monsun schwächelt hier gerade ein wenig. Was sich zunächst positiv anhört, hat allerdings auch seine Kehrseite: Die Luft wird staubiger und es kühlt sich nicht mehr regelmäßig ab. Dafür stabilisiert sich die Luftfeuchtigkeit. Was ich persönlich nun besser finde, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Die Zeit wird es zeigen…


Lecker Brot :-)

Nach einem ausgiebigen Schlaf mit enstpannter Lektüre kämpfte ich mich gegen 11 Uhr an den Frühstückstisch. Meine Mitbewohnerin Irmgard gelang an diesem morgen eine sehr erfreuliche Überraschung. Sie hatte gestern irgendwo eine Bäckerei gefunden, in der es nahzu festes Brot gab. Wir stürzten uns auf die Brotscheiben und genossen jeden Bissen. Nach nunmehr vier Wochen Toastbrot war ich total glücklich mal wieder in ein nahezu normales Brot zu essen. Nachdem wir nahezu 1 ½ Stunden gemütlich mit Brot und Tee verbracht hatten, beschloss ich mich auf den Weg in einen Park in Gulshan zu machen. An diesem Park fahre ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbei, nun wollte ich die Gelegenheit nutzen, um ihn mir von näherem anzuschauen.

Da die Stadt am Freitag wie ausgestorben wirkt, beschloss ich bis zum Park zu laufen. Rikschafahrer fuhren staunend an mir vorbei und deren Passagiere wunderten sich ebenso. Wieso kommt jemand auf die Idee selber zu laufen? Ich genoss die Möglichkeit mich auf relativ leeren Straßen bewegen zu können, zudem ist der Weg bis zum Park nicht übermäßig weit. Nach ca. 15 Minuten erreichte ich den Eingang zum Park und machte mich auf ihn zu erkunden. Was ich hier sah war mir neu: Pärchen die auf Bänken saßen und sich unterhielten, Menschen die zur Erholung einfach im Park herum schlenderten. So ließ ich mich anstecken und entdeckte ebenso die Gemütlichkeit dieses Ortes. Das Grün der Sträucher, Bäume und Wiesen hier ist wirklich beeindruckend. Zudem befand sich in der Mitte des Parks kleiner See. Auf einer der angrenzenden Bänke ließ ich mich nieder um im Schatten eines Baumes diesen Anblick zu genießen. Später holte ich mein Buch heraus und konnte in der Öffentlichkeit ungestört lesen. Das findet man nicht oft hier.


Blick auf den kleinen See im Gulshan Park

Nach etwas mehr als einer Stunde habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht. Auf dem Weg konnte ich es nicht lassen beim Obsthändler vorbeizugehen. Meine Lieblingsfrucht die Mango wurde zu Hause langsam knapp, die Bestände mussten mal wieder aufgefüllt werden…



Blühende Blumen im Park

19 Juli 2008

Trip nach Old Dhaka

How many days Bangladesh? 21

Mein erster freier Tag den ich ohne gesundheitliche Probleme in Angriff nehmen kann :-)

Andrea und ich haben uns daher entschlossen uns auf den Weg nach Old Dhaka zu machen, um auf dem Buringanga River eine kleine Bootstour zu machen. Es ist Freitag und die Stadt ist bedeutend ruhiger als an den übrigen Wochentagen. Den Weg in die Innenstadt können wir daher ohne Stau und innerhalb der Hälfte der an Arbeitstagen benötigten Zeit zurücklegen, wirklich angenehm.

Am Sadarghat (Bootshaltestelle) angekommen werden wir auch gleich beim Aussteigen aus unserer CNG von einem Toursitenführer angesprochen. Touristenführer ist ein wenig geschummelt, denn eigentlich verirren sich, gerade in dieser Jahreszeit, keine Touristen nach Bangladesh. Die Infrastruktur des Landes ist nicht bereit für touristische Zwecke und die Visabestimmungen sind derart kompliziert, so dass sich nur wenige Touris hierher Verirren. Wir sind auf jeden Fall sehr froh gleich jemanden an unserer Seite zu haben, der uns durch das Gewirr an Menschen am Sadarghat leitet und uns mit seinem Boot wundervolle Eindrücke von Old Dhaka ermöglicht.

Das Treiben an den Ufern ist wirklich sehr beeindruckend. Es wird gehandelt mit Früchten und Gemüse, die Leute waschen sich im Buriganga River und unfassbar viele Boote setzen zwischen den beiden Ufern über. Zudem kreuzen uns viele Boote, denen wir ohne weiteres die Seetauglichkeit absprechen würden. Besonders beeindruckt haben mich zwei Boote, die wohl Erde geladen haben. Sie liegen, wie das Foto zeigt, derart tief im Wasser, das der geneigte Beobachter jede Sekunde auf den Untergang des Gefährts wartet…



Das scheinbar überbeladene Boot im Buriganga River


Ich auf dem Buriganga

Nach dieser spannenden Erfahrung haben Andrea und ich uns ins Straßenleben von Old Dhaka gestürzt. Von verschiedenen Seiten wurde uns die Armenian Church empfohlen. Also baten wir einen Rikscha-Puller uns dorthin zu fahren. Wir passierten unzählige kleine Geschäfte und wurden mindestens 30-mal auf dem Weg

„What is your country?“

gefragt. Es stellt sich mit der Zeit nämlich raus, dass die Bangladeschis ein Repertoire an Standardfragen haben, mit denen sie die Bedeshi gerne konfrontieren. Ganz oben auf der Liste steht auf jeden Fall die Frage nach dem Land. Mein Aussehen schützt mich auch nicht davor für einen Japaner gehalten zu werden ;-) Germany ist aber auf jeden Fall eine Antwort mit der alle gut leben können. Die zweite Frage ist dann meist:

„Who many days Bangladesh?“

Aus diesem Grund beginne ich nun auch jeden meiner Blogeinträge mit dieser Frage, sie hat sich für Andrea und mich als Running-Gag etabliert.

Städtisches Leben in Old Dhaka

Nachdem uns der Rikscha-Puller an einem total anderen Ort als der Amenian Church abgesetzt hatte, haben wir uns entschieden nun auf eigene Faust Old Dhaka zu erkunden. Die Straßen sind zwar voll, aber da Freitag ist, können wir uns im Verhältnis sehr entspannt bewegen. Nachdem wir ein paar Bangladeschis nach der Armenian Church gefragt haben, waren zwei so nett uns dorthin zu bringen. Die Kirche ist wirklich sehr hübsch und innen hängen von der Decke Ventilatoren. Für mich, der Kirchen immer als Orte kennen gelernt hat, die tendenziell eher zu kalt als zu warm sind, war dieser Anblick total faszinierend. Nach kurzer Verweildauer in der Kirche haben wir uns dazu entschlossen noch ein wenig den Bezirk zu erkunden, da wir beide das muntere Treiben in den Straßen total genossen haben.

Die Armenian Church

Auf einmal kamen wir an einem Sportplatz vorbei. Wir fragten uns, wie die Kinder dort wohl reagieren würden, wenn wir ihn betreten. Der Reiz war aber großer als die Befürchtung, dass sogleich dreißig Kinder um uns herum stehen würden. Und es kam ganz anders als erwartet:

Zunächst waren alle sehr mit ihrem Cricket- oder Fußballspiel beschäftigt, so dass wir erst nach 1 oder 2 Minuten wirklich beachtet wurden. Die Kinder näherten sich uns sehr vorsichtig und konnten mit uns großen, weißhäutigen und blonden Menschen zunächst so gar nichts anfangen. Ein ca. zehnjähriger Junge kam mit einem Fußball dazu und ich deutete ihm an, er solle mir mal den Ball zuspielen. Daraufhin haben wir uns einige Male den Ball zugespielt und das Eis war gebrochen. Alle Kinder strahlten und der kleine Fußballer strahlte mindestens genauso wie ich, da wir gemeinsam Fußball gespielt haben.

Fußball auf dem Sportplatz

Nach dieser tollen Erfahrung sind wir noch ein wenig weiter geschlendert und haben uns dann in eine CNG fallen lassen die uns zurück zu unserer Wohnung nach Gulshan gebracht hat. Es war ein wunderschöner Ausflug mit bleibenden Eindrücken in das Alltagsleben in Dhaka!





Das Fahrrad als eines der wichtigsten Transportmittel


Am Freitag ist bedeutend weniger los: Ordentlich geparkte Fahrräder am Straßenrand

Erste Fabrikbesuche und der Buriganga River

How many days Bangladesh? 16

Mein Projekt hier läuft immer besser an. Nachdem wir an meinem ersten Wochenende vier Fabriken mit der Unterstützung von meinem Praktikumsbetreuer aus Deutschland besichtigt haben, sind mein Kollege Hassan und ich nun weiter eifrig als Duo auf Mission.

Der Zustand vieler Fabriken hat mich positiv überrascht. Die Arbeitsbedingungen sind im Vergleich zu dem was man auf der Straße erlebt wirklich sehr gut. Nach meinem Eindruck hätte so manche Fabrik auch genauso in Deutschland stehen können. Andere wiederum natürlich auch nicht, allerdings dürfen bei solchen Vergleichen nicht die anderen Arbeitsbedingungen hier außer Acht gelassen werden. Schaut man sich die Tätigkeiten der Menschen auf der Straße an, so sind müssen sie um jeden Taka bitter kämpfen und sind der Natur (gerade ist Monsun) vielfach schutzlos ausgesetzt. Zudem sind die Löhne erschreckend niedrig. Ein Rikschafahrer bekommt für eine ca. 15-minütige Fahrt gerade einmal 20 Taka (das sind ca. 20 Cent!). Anders sieht das Lohnniveau bei CNG-Fahrer oder Tagelöhnern sicherlich auch nicht aus. Viele Aufgaben, die bei uns völlig selbstverständlich mit technischem Gerät unterstützt werden, sind hier einfach noch Handarbeit. So konnte ich neulich auf dem Sportplatz gegenüber beobachten, wie der Rasen per Hand gemäht (also gezupft!!) wurde!

Von daher mein bisheriges Zwischenfazit: Der Druck zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken scheint Wirkung zu zeigen. Auch wenn das Management vielfach die Bestimmungen eher als Zwang denn als sinnvoll erachtet, so kann zusammenfassend von einem positiven Einfluss der Compliance-Bestimmungen auf die Arbeitsbedingungen der Arbeiter gesprochen werden.

So manche Vorschrift wirkt natürlich vor dem Hintergrund eines derart chaotischem Landes kurios: Linien auf dem Fußboden der Fabriken weisen den Arbeitern den Weg im Fall eines Brandes. Andererseits herrscht auf den Straßen das Recht des Stärkeren und die Gefahr dort einen Unfall zu erleben ist weitaus höher. Aus diesem Grund erscheinen die Fabriken (wohlgemerkt im Kontext der Außenwelt) zum Teil wie eine „heile Welt“.


Bus nach Kollision mit einem Truck

Jan vor dem Buriganga River

Blick auf den Buriganga River

Es hat mich erwischt....

How many days Bangladesh? 11

Es ist soweit, nach 11 Tagen hat es nun auch mich erwischt. Montezumas Rache hat zugeschlagen. Eine Nacht ohne Schlaf und dafür mit regelmäßigen Klogängen liegt hinter mir und mein Magen krampft. Und das, obwohl ich am Abend zuvor so schön im German Club Bratkartoffeln mit Leberkäse und Spiegelei gegessen habe. Wahrscheinlich war dieser Leckerbissen genau der Schritt in die falsche Richtung. Hatte ich mich gerade ein wenig an das Essen hier gewöhnt, gab ich ihm plötzlich die deutsche Breitseite. Dies wird mir eine Lehre sein!

Die nächsten zwei Tage verbrachte ich folgerichtig im Bett und habe versucht mich auszukurieren. Am dritten Tag konnte ich dann auch wieder ins Büro gehen, musste aber leider den mit Andrea und einer Freundin von ihr geplanten Trip übers Wochenende nach Chittagong und Cox’s Bazar absagen. Lange Busreisen und keine Kontrolle über die Nahrungsmittel konnte ich meinem Magen noch nicht wieder zumuten. Andrea und ihre Freundin starteten sodann am Donnerstag alleine in einen aufregenden Trip zum längsten Strand der Welt.

Mein Wochenende war eher durch magenschonendes Essen (ein Dank an meine Schwester für den Ovomaltine-Babybrei in meinem Reisegepäck), Lesen und Filme schauen geprägt.

Ausblick von der neuen Wohnung

How many days Bangladesh? 7

Ich habe die ersten Bilder von der neuen Wohnung aus gemacht.

Direkt vor dem Haus befindet sich der Wonderland Park. Hier wird Cricket, Fußball, Basketball und auch Tennis gespielt. Leider hindert mich meine Fußverletzung daran auch mal selbst in das Geschehen einzugreifen, aber alleine das Beobachten bereitet mir schon sehr viel Spaß! Zudem habe ich Abends vom Dach unseres Hauses ein Bild geschossen. Auf solch einem Bild erscheint Dhaka fast wie eine moderne Weltstadt.



Dhaka am Tag


Dhaka bei Nacht

Neue Wohnung

How many days Bangladesh? 4

Es ist soweit, ich verlasse nach drei Nächten den Dutch Club und ziehe in eine private Unterkunft! Eine Freundin von mir konnte mir über weitere Ecken glücklicherweise einen Kontakt nach Dhaka vermitteln, so dass ich nun mit zwei anderen Deutschen hier in Dhaka die Wohnung teile. Ich gewinne wieder an Unabhängigkeit! So gemütlich das Leben im Dutch Club auch war, ich freue mich aber sehr darauf endlich wieder selber Einkaufen zu gehen und auch für mich selbst zu kochen. Am morgen bin ich also mit Sack und Pack vom Dutch Club ins Büro aufgebrochen um nach getaner Arbeit in meine neue, unbekannte Unterkunft aufzubrechen.

Dort angekommen stand ich erst einmal vor verschlossener Tür, da Irmgard (meine Vermieterin) noch nicht wieder von der Arbeit da war. Also habe ich es mir erst einmal im Treppenhaus bequem gemacht. Natürlich erzeugte ich gleich wahnsinnige Aufmerksamkeit bei den Nachbarn.

„Ein neuer Bedeshi (das sehr nette Wort für Ausländer hier in Bangladesh) in unserem Haus! Den schauen wir uns doch schnell noch einmal so.“

So kam es, dass sich nach und nach alle Wohnungstüren einmal geöffnet haben und jeder einen kurzen Blick auf mich mit meinem gesammelten Gepäck geworfen hat.

Wenig später kam dann auch Irmgard und ich konnte mich mit meiner neuen Wohnung und meinen neuen Mitbewohnern vertraut machen. Neben Irmgard wohnt noch Andrea hier, sie ist zur Forschung hier und führt gerade eine Feldstudie für ihre Dissertation durch. Die Wohnung ist sehr schön und ich bin sehr zuversichtlich hier eine tolle Zeit zu erleben. Nur eine Prüfung stand mir noch bevor: Die erste Nacht ohne Klimaanlage im Zimmer :-)


Abschließend noch zwei Bilder, die ich auf dem Weg zu den ersten Fabrikbesichtigungen geschossen habe:


Verkauf von Jackfruits auf einem Straßenmarkt

Backsteinöfen in Gazipur nördlich von Dhaka

18 Juli 2008

Anreise Berlin - Doha - Dhaka

How many days Bangladesh? 1

Am Abend des 27. Junis begann meine Reise nach Bangladesch und ich bestieg nach schwerem Abschied in Tegel meine Qatar Airways Maschine, die mich zunächst nach Doha bringen sollte. Dort kam ich sehr früh am kommenden Morgen an, es muss so gegen kurz vor 5 Uhr Ortszeit gewesen sein. Trotz der Uhrzeit könnte ihr euch nichtvorstellen, wie heiß dort bereits war, als ich aus dem Fluhzeug aus gestiegen bin.
Es waren ungelogen 42 Grad und der Wind wehte ziemlich stark über das Vorfeld, so dass ich von einem richtig heißen Fön wachgerüttelt wurde. In Doha galt es dann den 4,5 Stündigen Aufenthalt hinter mich zu bringen. Nach einer kleinen Erkundungstour durch das Flughafengebäude habe ich lustigerweise einen Deutschen kennen gelernt, der gerade auf dem Heimweg von einem Praktikumsaufenthalt in Indien war. So konnte wir uns sehr nett über unsere Erwartungen und Erfahrungen unterhalten und mir kam der Aufenthalt in Dohagar nicht so lange vor.
So war ich dann auch ziemlich überrascht, als auf einmal vor meinem Flug "Go to Gate" erschein. Es war also soweit, Bangladesch ich komme :-)
Auf einmal waren keine Touristen oder andere Europäer mehr um mich herum, sondern ganz viele Bangladeschis auf dem Weg in die Heimat. In der Schlange bin ich auch gleich mit verschiedenen Bangladeschis ins Gespräch gekommen, einer lebte mittlerweile in den USA und machte nun mit seiner Familie Heimaturlaub. Ein weiterer lebt mittlerweile in London und wollte seine Familie in Bangladesch besuchen.
Auf dem Flug habe ich mich krampfhaft versucht wachzuhaltnen, um dem Jetlag ein wenig vorzubeugen. Dies hat zurückblickend auch sehr gut geklappt und so kam ich mit eingerechneter Zeitverschiebung, hierher sind es plus 4 Stunden, um 18 Uhr Ortszeit in Dhaka an.
Nachdem all mein Gepäck wieder bei mir war, habe ich mich auf die Suche nach dem Fahrer gemacht, der mich hier am Airport abholen sollte.
Glücklicherweise stand er plötzlich direkt vor mir und hielt ein Schild "Mr. Schmitz" in der Hand. Ein paar Meter weiter hinten wäre ich wahrscheinlich in der Menge an Leuten, Taxis etc. verloren gewesen.

Also, ab ins Auto und rein ins Leben.!

Auf der ersten Fahrt habe ich gleich gemerkt, Autofahren werde ich hier wohl besser sein lassen. Nicht das es nur voll ist, es befinden sich auch alle Arten von Gefährten auf der Straße. Autos (na klar), Busse (auch na klar, aber doch nicht solche Busse….), CNGs (kleine Mofas auf drei Rädern) und dann natürlich noch die guten Rikschas (Fahrradtaxis).


Problem: Alle diese Gefährte fahren nicht nur unterschiedlich schnell, nein sie fahren auch völlig ungeordnet auf der Straße. Ein schnelles Gefährt muss nicht zwangsläufig rechts fahren und eine Rikscha fährt auch nicht unbedingt am Straßenrand(hier ist Linksverkehr, die Engländer waren ja mal hier…). Es geht einfach alles kreuz und quer. Von daher muss ständig gebremst und Gas gegeben werden. Die Hupe ist übrigens mindestens genauso wichtig wie das Gaspedal, da Spiegel nicht wirklich benötigt werden. Wer auf sich aufmerksam machen möchte (und das wollen viele…) der hupt einfach :-D






So wurde ich also zu meiner ersten Unterkunft gebracht, in der ich meine ersten Tage hier in Dhaka verbringen sollte. Der Dutch Club.